Die Videoratgeber

Hier finden Sie zahlreiche praktische und kurweilig gehaltenen Videos zum Thema Stimmtraining und Präsenz

Stimmtraining – Welche Vorteile habe ich dadurch?

Authentisch bleiben vor Publikum

Plädoyer für eine laute und kräftige Stimme

Monotones Sprechen nein danke

„Ähs“ und andere Füllwörter vermeiden

Stimme macht selbstbewusst

Den roten Faden behalten – Die Wohlfühlkette

Häufige Sprechfehler

Häufige Präsentationsfehler

Mit einer tiefen Stimme sprechen Teil 1

Mit einer tiefen Stimme sprechen Teil 2

Mit einer tiefen Stimme sprechen Teil 3

Lampenfieber und Nervosität in den Griff bekommen Teil 1

Lampenfieber und Nervosität in den Griff bekommen Teil 2

Nervositätsgesten bei Vorträgen abstellen

Die Artikelratgeber

Kleine Auswahl von Publikationen, Ratgebern und weitere Veröffentlichungen

Eine deutliche Aussprache erlernen

Manche Menschen sprechen sich in einem rasanten Tempo den Mund fusselig, ohne Punkt, Komma und Pause. Bedauerlicherweise ohne Gelingen, denn es kann durch diese überschnelle Sprechweise niemand richtig zuhören. Für den Fall, dass auch Sie zu einem Rasantsprecher wider Willen gehören, werden Ihnen die anschließenden Tipps zu einer akzentuierten und deutlicheren Sprechweise verhelfen.

Spezielle Redeübungen sind in in einem solchen Falle sehr hilfreich

Wenn ein Redner viel zu rasant spricht wird die Zuhörerschaft darüber hinaus sehr schnell überfordert. Man kann den Gedanken des Vortragenden einfach nicht mehr folgen und schaltet dann irgendwann ab. In der Regel merkt der Sprecher die zu schnelle Redeweise aber nicht einmal und wird erst über durch einen Kommentar darauf aufmerksam gemacht.

Zusätzlich zu der Problematik des zu rasanten Sprechens kommen in der Regel noch andere stimmliche „schlechte Angewohnheiten“ wie häufige „ähs“ oder verkehrtes Betonen und Pausensetzungen. Der psychologische Background einer zu rasanten Redeweise ist häufig eine innere Unsicherheit des Sprechers.

Er hat häufig eine innere Art innere Furcht, daß die Zuhörerschaft sich abwenden könnte, bevor er mit seinem Gesagten fertig ist („Wenn es zu lange dauert, hört mir keiner mehr zu“). Leider passiert aber exakt dieses Abwenden der Zuhörer durch seine hastige Vortragsweise. Ich gebe Ihnen nachfolgend mehrere Übungen, damit Sie Ihr Sprechtempo allgemein etws entschleunigen können.

Sprechübung: Langsames Sprechen erlernen durch Ü b e r b e t o n u n g

Setzen oder stellen Sie sich gerade hin und atmen Sie einige Male tief ein und wieder aus.

Reden Sie laut den folgenden Schachtelsatz oder einen affinen schweren Satz vor sich hin: „Ich werde ab jetzt nicht mehr zu schnell reden, dadurch bedingt weil ich jegliche Überlegungen, welche in mir herumschwirren von jetzt auf gleich beseitigen will und weil ich Furcht habe, dass wenn ich eine Pause beim Sprechen mache, die Leute mir nicht mehr zuhören“.

Reden Sie den gleichen Schachtelsatz ein zweites Mal, diesmal hingegen ü b e r t r i e b e n  l a n g s a m, zieeeheen Sieee jeeedeees Wooort iiin dieee Lääängeee. Machen Sie eine Pause zwischen jedem Wort und atmen Sie dabei jedes Mal tief ein und wieder aus.

Wiederholen Sie diese Übung mehrere Male. Erhöhen Sie jedoch mit jeder Repetition etwas die Geschwindigkeit und kürzen Sie bei jeder Wiederholung das „In-die-Länge-Ziehen“ der Worte, bleiben Sie jedoch klarer und deutlicher als Sie normalerweise sprechen. Über kurz oder lang werden Sie ein Gefühl bekommen, welches Redetempo sich für andere angenehm anhören könnte.

Sie können diese Übung auch auf Audio aufzeichnen und sich jede Repetition anhören. Auf diese Weise gelangen Sie zu einem noch besseren Bewusstsein, welches Sprechtempo angepasst ist.

Vielleicht werden Sie nach dem Ausführen dieser Übungseinheit denken, Sie würden nun mit diesem akzentuierterem Sprechtempo Ihre Zuhörer langweilen, jedoch glauben Sie mir, Sie tun es nicht.

Probieren Sie es einfach aus und Sie werden unmittelbar positive feedbacks erhalten. Wann immer Sie in der Zukunft merken, Sie werden doch wieder zu schnell (alte Muster sind leider sehr hartnäckig), atmen Sie unbemerkt für andere mehrere Male ein und aus und verlangsamen so wiederum Ihr Redetempo.

Eine weitere ausgezeichnete Übung für die Gewöhnung an eine langsamere Redeweise ist das deutliche und langsame Sprechen von den guten alten Zungenbrechern wie „Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid“. Unzählige Zungenbrecher finden Sie bei google, hier gibt es jede Menge Webseiten von diesen Artikulationsübungen.

Zerlegen Sie auch mal ein langes und schwieriges Wort in seine Einzelteile, indem Sie das Wort mehrfach wiederholen und dabei fortwährend einen Buchstaben weniger aussprechen. Also z. B. „Unkrautvernichtungsmittel“:

Unkrautvernichtungsmittel

Unkrautvernichtungsmitte

Unkrautvernichtungsmitt

Unkrautvernichtungsmit

Unkrautvernichtungsmi

Unkrautvernichtungsm

Unkrautvernichtungs

Unkrautvernichtung. usw.

Übungen gegen eine zu dünne und leise Stimme

Falls Sie ebenfalls zu den Leuten gehören, denen öfter mal angedeutet wird, dass sie bedingt durch eine dünne oder leise Intonation schwer verstehbar sind, wird Ihnen der nachfolgende kleine Ratgeber die ersten Schritte zu einer lauteren und kräftigeren Stimme aufzeigen.

Verstehbares Sprechen ist nämlich keinesfalls nur eine Frage der guten Manieren.

Ein sehr leises Timbre ist nervenzermürbend für das Publikum.

Sofern Sie nicht gerade ein Mafioso-Boss sind, bei dem es genügt, wenn er mit einem drohenden Blick und Flüsterstimme seine Order gibt, werden Sie mit einer zu monotonen und leisen Stimme im Allgemeinen einen Haufen Komplikationen erzeugen.

Für die Zuhörer ist eine leise Stimme unglaublich strapaziös, weil man sich sehr Mühe geben und fokussieren muss, um den Redner überhaupt ein wenig verstehen zu können.

Abhilfe erhalten Sie bereits durch eine Abänderung der Körperhaltung: Sobald Sie einen aufrechten Stand einnehmen, hört man sofort einen primären positiven Effekt: Die Stimme wird sofort lautstarker und präsenter.

Gedankliche Vorbereitung auf einen Sprechbeitrag

Bereiten Sie sich gedanklich vor, wenn Sie etwas sagen wollen: „Ich will und werde meinem Gegenüber etwas Bedeutsames mitteilen und zwar mit einer klaren und kraftvollen Stimme!“ Solche oder verwandte innere Sätze werden Sie innerlich unterstützen, Ihre Sache unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen.

Trainieren Sie außerdem immer mal wieder Ihre Stimme durch ausgewählte Stimmübungen. Eine sehr wirksame Übungseinheit ist beispielsweise die „KTPTSCHT“-Übung. Stellen Sie sich aufrecht hin und wiederholen Sie die Buchstabenfolge KT-PT-SCHT-KT-SCHT-PT … mehrfach. Diese Übungseinheit bewirkt eine tiefere Atmung und verbessert Ihre Stimmleistung.

Die Schnupperübung

Eine vortreffliche Atem- und Stimmübung ist außerdem die sogenannte „Schnupperübung“. Atmen Sie einige Sekunden durch die Nase tief Luft ein – bis Ihr Bauch rund wird. Dann halten Sie kurz inne und atmen danach durch den Mund ebenso mehrere Sekunden wieder aus. Stellen Sie sich bei der kräftigen Einatmung vor, dass Sie einen wohltuenden Geruch inhalieren (zum Beispiel das Aroma Ihres Lieblingsparfüms).

Verspüren Sie, wie dieser imaginäre Wohlgeruch Ihr gesamtes Körperinnere durchströmt. Dann halten Sie kurz inne und atmen im weiteren Verlauf entspannt durch den Mund mehrere Sekunden lang aus. Diese Übungseinheit ist zusätzlich eine ausgezeichnete Anti-Nervositäts-Übung und entspannt ebenso bei Stress.

Ein regelmäßiges Stimmtraining stärkt darüber hinaus Ihr Selbstwertgefühl und Sie werden weniger Unsicherheiten bei Vorträgen und Redebeiträgen haben.

So können Sie gegen eine belegte und heisere Stimme vorgehen

Heiserkeit oder Halskratzen sind eine unangenehme Begleiterscheinung eines grippalen Infekts oder Entzündung des Rachenraums. Aber auch eine übermäßige Überanstrengung der Stimmbänder wie stundenlanges Sprechen oder lautstarkes Jubilieren beim Sieg des Fußballteams kann eine Überreizung der Stimmbänder mit sich bringen. Der folgende Essay verrät Ihnen bewährte Hausmittel und zeigt Ihnen einige Ratschläge, wie man erfolgreich gegen eine akut auftretende Heiserkeit vorgehen kann.

Ursachen für Halskratzen

Wir alle kennen dies: Unvorhergesehen ist da ein unliebsames raues Gefühl im Halsbereich, häufig begleitet durch mehrfaches (Zwangs-)Räuspern. Eine Influenza scheint sich anzukündigen. Halskratzen ist aber nicht nur ein auffälliger Bestandteil von bestimmten Erkrankungen, sondern kann durch vielerlei sonstige Umstände entstehen.

Spezifische Ursachen sind zum Beispiel übermäßiger Alkohol-„genuss“ oder das Verweilen in schlechter und verrauchter Luft. Offenes Fenster im Winter in der Nacht oder eine allgemeine Überanstrengung der Stimme, wie geräuschvolles Feiern mit viel Stimmeinsatz sind oftmals der Grund dafür, dass man eine raue Stimme bekommt.

Meiden Sie daher bereits im Vorfeld derartige Gegebenheiten, wenn es Ihnen möglich ist. Natürlich kann man sich nicht immer seine Umgebung aussuchen und auch eine Erkältung kommt meist ungefragt.

Gegenmittel bei Halskratzen

Gut ist es, möglichst nicht zu sprechen und die Stimmlippen damit weniger zu reizen. Bitte in keinem Fall im Flüsterton sprechen! Sehr gedämpftes Reden beansprucht die Stimmlippen weit mehr als normales Reden. Ihr Halskratzen wird durch Geflüster häufig noch schlimmer, als sie es schon ist.

Probieren Sie ungeachtet eines eventuell aufkommenden Impulses fortdauerndes Räuspern zu vermeiden. Geräuspere reizt die Stimmlippen wie Flüstern bloß noch mehr. Trinken Sie stattdessen kohlesäurefreies Wasser mit nicht zu kalter Temperatur oder handwarmen Tee. Zu kühle oder zu warme Getränke sind in diesem Moment wiederum nicht gut für Ihre Stimme.

Bewährte Heilmittel

Es gibt dann natürlich noch die wohl bekannten Hausmittelchen, die man erfolgreich gegen ein existentes Halskratzen einsetzen kann. Eine Art Geheimmittel beispielsweise ein Quarkkäse-Wickel: Tragen Sie eine gekühlte Quarkschicht (etwa fingerbreit) auf ein sauberes Tuch auf und legen Sie dieses mit der Quarkdecke auf den schmerzhaften Abschnitt am Hals. Sie können darüber noch einen zusätzlichen Tuchwickel legen. Die Quarkspeise kühlt den Hals wohltuend und verschafft Ihnen etws Erleichterung.

Fast schon ein Klassiker unter den helfenden Hausmitteln ist der Zwiebel-Wickel: Sie benötigen dafür eine Zwiebelknolle, welche Sie schälen und in dünne Scheiben zurechtschneiden. Wärmen Sie diese Scheiben bei niedriger Temperatur in einem Tiegel ohne Fettzugabe oder einfach im Backofen und setzen Sie dann die warmen, nicht zu warmen Zwiebelringe auf ein Baumwolltuch oder das Papier einer Küchenrolle.

Schlagen Sie daraufhin das Tuch oder das Papier ein oder verschließen es mit einem Heftpflaster. Legen Sie das Tuch dann solange auf die wehtuende Stelle bis die Zwiebelringe abgekühlt sind. Diese Prozedur können Sie mehrmals täglich wiederholen, bis das Halskratzen spürbar zurückgegangen ist.

Wenn Sie Raucher sind, ist eine Halsentzündung vielleicht einfach eine gute Gelegenheit mit dem Rauchen einfach aufzuhören. Generell sollten Sie, wenn die Heiserkeit länger anhält, eine Abklärung durch einen Arzt oder qualifizierte Stelle erwägen.

Der wichtige erste Moment beim Kennenlernen

Sie begegnen einen für Sie bis dato unbekannten Menschen, einen neuen Kunden oder Ihren neuen Chef. Instinktiv bewerten Sie den Menschen im ersten Moment, in dem Sie ihn sehen: Freund – Rivale – nett – unsympathisch – dröge – faszinierend. Bei Ihrem Gesprächspartner läuft genau derselbe unbewusste Vorgang ab. Lernen Sie in diesem Artikel, wie Sie den Moment des ersten Eindrucks möglichst vorteilhaft für sich nutzen können.

Für den ersten Moment gibt es dummerweise keine zweite Gelegenheit; dies wurde bereits in mehrfachen wissenschaftlichen Untersuchungen erwiesen. Dieser erste Eindruck steht und fällt mit dieser ersten Begegnung.

Dieses gegenseitige Abchecken dauert nur wenige Bruchteile von Sekunden, danach steht nahezu unumkehrbar ein Urteil über die eingeschätzte Person. In diesem immens kurzen Zeitabstand wird von uns entschieden, ob wir diese Person als ansprechend, unsympathisch, attraktiv, unattraktiv, interessant, unter „ferner liefen“, intelligent, dumm etc. einschätzen. Besonders wichtig ist natürlich dieser erste Eindruck bei einer nur einseitigen Einschätzung, wie  zum Beispiel bei einem Bühnenauftritt oder einer Videopräsentation.

Die Faktoren für unsere Entscheidung sind in erster Linie Stimme, Optik, Contenance, Körpersprache, Mimik und Duft. Den auffälligsten Signalen vertrauen wir zuerst und am allermeisten – das dominanteste Zeichen ist damit der ausschlaggebende Hauptfaktor für die weitere Gesamtbeurteilung – es kann alle weiteren Signale übertönen.

Darum ist es enorm bedeutend, alle dem Körper zugehörigen Signale von Beginn an richtig zu setzen. Wenn z. B. Ihre Bekleidung optimal sitzt, aber das Schildchen von der Reinigung versehentlich noch am Anzug klebt, wird präzise dieses Mini-Signal als Hauptsignal beim Anderen ankommen (zum Beispiel „schusselig“). Vor kurzem sah ich auf einem Marktplatz tatsächlich einen ansonsten gepflegt wirkenden Redner mit grob heraushängenden Nasenhaaren. Sie können sich denken, welchen Eindruck dieser Redner von Beginn an auf seine Zuhörer machte.

Aber denken Sie auch daran: Nobody is perfect – Kleine Schwächen und Unzulänglichkeiten wirken durchaus liebenswürdig.

Die Bedeutung des primären Eindrucks – Optik

Die körpereigene Attraktivität des Gegenübers ist für die „Magie“ des ersten Moments – sympathisch oder abstoßend – in den allermeisten Fällen nicht entscheidend. Wichtig ist vor allem eine gute Hygiene und in vielen Fällen eine der Begebenheit angepasste Bekleidung. So wird man in Gotik-Kleidung bei einer Banker-Veranstaltung enorm für Missfallen sorgen, während auf einer Punk-Party der Anzugträger aufpassen sollte, dass er nicht mit faulenden Tomaten beworfen wird. Bei allen Gegebenheiten ausnahmslos wichtig ist hingegen eine gute Hygiene und damit angenehmer Geruch. Ein abstossendes Odem ist ein allumfassendes No-Go in allen Situationen und Begegnungen. Klar, im Sommer schwitzt man, aber Profis haben zum Beispiel stets mehrere Hemden zur Hand.

Die Bedeutung des ersten Augenblickes – Mimik: Die innere Kalibrierung

Durch die sog. „Spiegelneuronen“ passen wir uns in vielen Gelegenheiten den Gemütszustand des Gegenübers an. Wenn meine Mimik z. B. Unhöflichkeit ausdrückt, wird unser Gesprächspartner uns blitzschnell als unsympathisch bewerten und selber unfreundlich reagieren. Versuchen Sie also bereits vor der Zusammenkunft eine innere positive Einstellung zu erreichen. Lächeln Sie, auch wenn es vielleicht schwer fällt in diesem Moment.

Die Signifikanz des ersten Augenblickes – Stimme, Haltung und Gestikulation: Hochstatus und Tiefstatus

Jeder Mensch befindet sich von der ersten Begegnung an in einer bestimmten Konstellation – je nachdem ob er sich z. B. dem Gesprächspartner gegenüber gehemmt oder sicher fühlt. In Gegenwart vermeintlich oder wirklich „Höhergestellten“ oder Personen des anderen Geschlechts nimmt man oft unbewusst einen „unterwürfigen“ Tiefstatus ein.

Exakt dieses devotionale Verhalten zusammen mit einer buckelig wirkenden Körperausstrahlung sollten Sie jedoch nicht an den Tag legen, denn dies führt meist zu einem für Sie unglücklichen Verlauf des Gespräches.

Einer höhergestellten Person sollte man zwar mit Achtung begegnen, jedoch nicht mit einer würdelosen Untertänigkeit. Vereinzelte Komponenten von Tieferstatus wie eine Verbeugung sind dagegen eine Referenzbezeugung dem Ranghöheren oder dem Gleichgestellten gegenüber und keine Katzenbuckelei.

Üben Sie vor einer wichtigen Begegnung, wie Sie diesen Moment des ersten Treffens erfolgreich meistern können (trainieren Sie z. B. mit einem Bekannten oder einer anderen Person Ihres Vertrauens):

Nehmen Sie eine lockere und aufrechte Körperhaltung ein.

Machen Sie wenn möglich keine kleinen ruckartigen Bewegungen. Dies zeigt dem anderen Unsicherheit und einen tieferen Status.

Meiden Sie es ebenso nervös am Körper oder im Gesicht „herum zu zupfen“. Versuchen Sie stattdessen ruhig und gelockert zu stehen oder zu sitzen, die Hände zum Beispiel locker an den Körperseiten hängend.

Sprechen und argumentieren Sie in sich ruhend, akzentuiert und ohne Hektik.

Ebenso halten Sie bitte den Kopf und den Blick ruhig und gerade und vermeiden Sie hastiges Hin- und Herblicken.

Versuchen Sie also entspannt und souverän mit Ihrer Körpersprache umzugehen.

Durch diese aufrechte und relaxte Körperhaltung und entspannte Körpersprache strahlen Sie Authentizität, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Sympathie aus.

Genießen Sie es auch mal in gewöhnlichen Situationen eine „majestätische innere Ruhe“ zu zelebrieren.

Durch natürliches und entspanntes Auftreten wirken Sie vom ersten Moment an anziehend und souverän.

Eine tiefe Stimme bekommen

Es passiert mir in den Coachings und in schriftlichen Anfragen immer wieder, dass insbesondere Männer mich darauf ansprechen, ob ich ihnen nicht eine „tiefe Stimme“ beibringen kann. Es scheint irgendwie der allgemeine Konsens vorzuherrschen, dass eine tiefe Stimme ganz besonders „männlich“ wirke und dadurch auf das andere Geschlecht eine herausragend attraktive Anziehung entstehen würde.

Grundverkehrt ist diese Annahme zunächst einmal natürlich nicht, im Gegenteil, eine tiefe Männerstimme signalisiert uns zum Beispiel Männlichkeit und Durchsetzungsvermögen. Diese Tatsache wurde auch in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt (z.B. in den Forschungsergebnissen des Forscherteams von David Put Pennsylvania State University).

Gemäß diesen Forschungen verbinden Frauen tiefe Männerstimmen instinktiv zusätzlich mit weiteren Eigenschaften wie Kompetenz, Selbstbewusstsein, Größe, Stärke und Vertrauen. Dies sind natürlich allesamt Skills welche einen hohen Attraktivitätsfaktor darstellen.

Gegenüber anderen Männern signalisiert eine tiefe Stimme unbewusst Hochstatus und Dominanz. Dadurch kann auch eine dominante und tiefe Stimme in reinen Männerkonstellationen auch durchaus von Vorteil sein, wie beispielsweise in einer konkurrierenden Situation.

Allerdings sollte man auch einiges beachten:
„Tief“ bedeutet nicht automatisch „dominant“ oder „vertrauensvoll“ – im Gegenteil, manche tiefe Männerstimmen klingen sehr tiefknarrend oder einfach zu „hart“. So etwas erzeugt beim Gegenüber eher Unwohlsein und Ablehnung. Was bei derartigen Stimmklängen fehlt, ist eine bestimmte „Wärme in der Stimme“, jener magische Timbre, welcher einer Frau neben Dominanz Vertrauen und Schutz signalisiert. Männer empfinden diesen weichen und tiefen Stimmklang ebenso vertrauensfördernd und eine gewisse Wärme in der Stimme bedeutet zum Beispiel auch das vielleicht vorhandene Kooperationsinteresse statt reiner „Kampfbereitschaft“.

Es ist also die Mischung welche die Magie ausmacht: Tief, dominant und dennoch warm und entspannt.

Bevor Sie nun aber anfangen, einfach tief sprechen zu wollen: Tiefer zu sprechen als die eigene Stimmlage ist, sollte man tunlichst vermeiden, denn dann wird aus einer „dominanten“ Stimme unversehens ein ziemlich unerotisches „Brummeln“. Möglich, dass ein sprechender Teddybär derartige Laute von sich gibt, aber bestimmt will der nicht flirten oder Eindruck machen. Aber auch wer als Mann nicht von Natur aus einen Bass besitzt ist in der Lage, eine angenehme und tiefe entspannte Stimme zu erlernen. Zusätzlich sind für eine angenehme Stimme allerdings weitere Elemente unabdingbar wie zum Beispiel eine deutliche Sprechweise oder ein lebendiges und emotionales Sprechen.

Und wie ist das nun mit Frauenstimmen?
Noch vor einigen Jahrzehnten war es so, daß hohe weibliche Stimmen von Männern als anziehend wahrgenommen wurden, weil dadurch eine Art „Beschützerinstinkt“ des Mannes wachgerufen werden sollte. Schauen Sie sich doch bei Gelegenheit vielleicht einmal einen alten Schwarz-Weiß-Film aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts an. Bei solchen Filmen, wie z. B. die „Sissi“-Reihe wird Ihnen auffallen, dass fast alle Frauenstimmen mit einer teils extra hohen Stimme gesprochen wurden um dieses Frauenbild zu manifestieren „schutzbedürftig und eher unsicher gegenüber einem Mann“.

Heute hat sich dies geändert. Eine hohe Frauenstimme empfinden wir viel mehr als anstrengend. Ganz schlimm sind kreischige, piepsige oder gar quietschige Stimmen welche einfach nur als nervig empfunden werden. Dies gilt natürlich ebenso für überhöhte Männerstimmen, wobei bei männlichen Stimme eine überhöhte Stimmlage oftmals als „homosexuell“ wahrgenommen wird. Wer aber nicht gleichgeschlechtlich veranlagt ist, möchte aber vielleicht nicht unbedingt diesen Eindruck erwecken.

Aber zurück zu den weiblichen Stimmen: Volltönend, resonanzreich, samtig, tief und klar – das sind die weiblichen Stimmeigenschaften, welche nach neueren Forschungen als ganz besonders attraktiv und selbstsicher aufgenommen werden.

Wenn im privaten Bereich, wie zum Beispiel beim Flirten noch eine gewisse Hauchigkeit hinzukommt, dann schmelzen die Männerherzen regelrecht dahin.

Es lohnt sich also in jedem Fall sowohl für Männer als auch für Frauen, an seinem Stimmklang zu arbeiten.


ÜBUNGEN FÜR EINE TIEFE STIMME

Es helfen für die ersten Erfolge bereits einfache Stimmübungen:

1. Summen Sie
Atmen Sie (am besten durch die Nase) tief ein und dann wieder aus. Während dieser Ausatmung „summen“ und „brummen“ ein entspanntes und tiefes aus dem Bauch kommendes „HMMMMMMMM“. Bitte pressen Sie dabei aber nicht, also kein „gequetschtes HM!“, sondern versuchen Sie sich zu entspannen, das „HMMMMM“ fließt quasi aus dem Körper durch den Mund. Sie werden merken, dass Ihre Stimme um einiges tiefer und wohlklingender klingt nach einigen „HMMM´s“. Sprechen Sie nun einige Sätze, um den Unterschied zur vorherigen Tonhöhe wahrzunehmen.

2. Gähnen und entspannen
Versuchen Sie Ihren ganzen Körper und insbesondere den Rachenbereich entspannt zu halten. Der Rachen- und Halsbereich sollte nicht verengt oder angespannt werden, denn dies beengt schnell den Kehlkopfbereich und die Stimme geht wieder nach oben. Eine derartige Entspannung erreichen Sie beispielsweise durch ein „herzerfrischendes“ Gähnen oder nehmen Sie einen Schluck warmen Tee oder warmes Wasser, auch dies entspannt den Halsbereich.

3. Tief atmen
Eine tiefe sogenannte Bauchatmung erfüllt mehrere Zwecke: Es entspannt wiederum den Körper und verleiht Ihrer tiefen Stimme einen zusätzlichen resonanzreichen und vollen Klang. Auch wenn Sie sprechen, denken Sie bitte zwischendrin immer wieder an Ihre tiefe Ein- und Ausatmung. Bitte hierbei etwas Geduld, verkehrte Atemmuster (Hochatmung) sind anfangs leider sehr hartnäckig.

4. Den Körper aufrichten
Versuchen Sie aufrecht und dennoch entspannt zu stehen oder zu sitzen. Bitte keine „Besenverschluckt“-Haltung, denn dadurch wirkt der Körper wiederum zu sehr angespannt. Durch die aufrechte und dennoch entspannte Körperhaltung kann die Atmung viel besser fließen und bewirkt nebenbei eine besseres Körperwahrnehmung und Selbstwertgefühl.

5. Ausprobieren
Haben Sie einfach Spaß daran, mit verschiedene Tonhöhen zu experimentieren. Fragen Sie beispielsweise bei Freunden nach, welche Tonhöhen und Stimmlagen für diese am angenehmsten klingen. Zeichnen Sie verschiedene Tonhöhen auf und haben Sie keine Angst davor, Ihre eigene Stimme von einer externen Quelle selbst zu hören. Es ist völlig normal, dass wir unsere eigene Stimme anfangs als fremd und ungewohnt empfinden.


Wenn Sie diese einfachen Ratschläge und Tipps ausprobieren, werden Sie merken, wieviel tolles Potential in Ihrer Stimme steckt. Lassen Sie sich auch nicht entmutigen, es ist bei der Erlangung einer angenehmen und tiefen Stimme ähnlich wie beim Muskelaufbau: Anfangs sollte man öfter trainieren und nach einer bestimmten Zeit werden Sie garantiert die Fortschritte bemerken und auch die anderen werden den Unterschied positiv feststellen.

Wenn Sie das Thema „tiefe Stimme“ weiter ausbauen möchten (ich wollte schon fast „vertiefen“ schreiben :)), so empfehle ich Ihnen meinen Kurs „Magie der Stimme“. Bei weiteren stimmlichen und ausdrucksmässigen Problemen habe ich den Kurs „Stimme gibt Macht“ für Sie entwickelt. Am effektivsten und schnellsten ist natürlich ein persönliches Coaching.

Ich bedanke mich sehr herzlich für das Durchlesen dieses Textes,

Alles Gute,

Klaus Neumann

Externe Artikel-Ratgeber (www.experto.de)

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